Referenten und Vorträge des Luftsymposiums

Christian Döring, Kinderarzt

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Christian Dörings Vortrag „Wie krank macht schlechte Luft“ als Pdf

Mit Baujahr 1961 fast Gran Reserva,  1970 Gesamtschule, 1980 Medizinstudium, 1985 Gründungsmitglied gesundheitsladen köln eV mit u.a.  patientInnenberatungsstelle köln, 1987 Kinderarzt-Ausbildung, 1989 Gründungsmitglied wir-für-pänz e.V,  1993 gemeinschaftliche kinderärztliche Stadtteilpraxis Köln, dreifacher Familienvater.
Die Millionenstadt Köln ist überragender Feinstaub-Hotspot für giftige Kohlekraftwerks- und Tagebau-Emissionen, europäisches Verkehrskreuz mit Fahrradfeindlicher Innenstadt und Schweröl-Schiff-Fahrt auf dem Rhein. Und Menschen atmen nicht nur aus: Mit täglicher persönlicher 2,5Millionen qm Gesamt-  Ein- Atmungsfläche gelangen  Atemgifte in alle Organe.
Daher müssen wir uns fragen: Was passiert in uns? Woran erkranken wir häufiger, warum sterben wir statistisch frühzeitiger? Kann sich unser Körper schützen und wie können wir uns bei falschen Feinstaubgrenzwerten trotzdem wehren? Wer sind unsere gesundheitlich verantwortlichen Präventionsträger?

Matthew Fullerton, OK LAB München

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Matthew Fullertons Vortrag „Feinstaub selber messen“ als Pdf

Matthew Fullerton war Mitgründer vom OK Lab München und der Firma Hawa Dawa, und arbeitet dort als Software-Entwickler und beschäftigt sich mit Luftqualitätsmessung und -datenverarbeitung. Nach dem Studium der Elektrotechnik in York, England, merkte er im Laufe der Jahre, dass er lieber fertige Elektrotechnik programmiert als baut. In den letzten 13 Jahren hat Matthew Fullerton in den USA, Großbritannien und Deutschland in den Bereichen Bildverarbeitung, Fahrsimulation, Modellierung von Verkehrssysteme, Vereinheitlichen von offenen Daten, Quellen und Sensorkommunikation gearbeitet.

Dr.-Ing. Reinhard Kolke, Leiter Test und Technik, ADAC e.V.

Reinhard Kolkes Vortrag „Was können wir vom Diesel noch erwarten?“ als Pdf

Seit 2007 ist Herr Kolke Leiter der strategischen Geschäftseinheit „Test und Technik“ im ADAC. Für den Verbraucherschutz führt der ADAC in seinem Technik-Zentrum in Landsberg am Lech auf modernen Prüfanlagen Crashtests, sowie Abgas -und Produkttests durch und unterstützt diese durch ein eigenständiges Projekt der Unfallforschung.
Dr. Reinhard Kolke ist Mitglied im Board of Directors bei Euro NCAP (European New Car Assessment Programme) und Vorsitzender der FIA Technical Working Group der europäischen Automobilclubs. 2012-2016 war er Professor für Automotive Technology Management – Zukunftsmobilität an der BiTS Hochschule in Iserlohn und hat im Moment einen Lehrauftrag an der Hochschule Kempten.

Norbert Krause, Konzeptkünstler & Projektdesigner Mönchengladbach

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Nobert Krauses Vortrag „Neun Kniffe für knackige Ideen“ als Pdf

Norbert Krause ist Animateur zum Andersdenken. Der 1980 in Mönchengladbach geborene Konzeptkünstler und Projektdesigner belebt u.a. mit dem 1qm-Sender Radio Eicken öffentlichen Raum und bringt mit 200 Tage Fahrradstadt Mönchengladbach das Radfahren bei. Krauses Projekte verstehen sich als Katalysator. Sie beschleunigen gesellschaftliche Prozesse oder machen diese erst möglich. Immer mit einer Portion Humor und viel Spaß an der Sache. Ernsthaft!
2015 wird er vom Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes mit dem Titel „Kultur- und Kreativpilot“ ausgezeichnet, 2016 bekommt er für sein Projekt „200 Tage Fahrradstadt“ den Deutschen Fahrradpreis verliehen.
Für die Stadt Mönchengladbach ist er im Rahmen des Masterplan Nahmobilität für die Aspekte Kommunikation und Bürgerbeteiligung verantwortlich. Aktuell gestaltet er für die renommierte Montag Stiftung Urbane Räume einen Beteiligungs- und Aktivierungsprozess im Projekt „Samtweberviertel Krefeld“.
Für Vorträge und Workshops wird er u.a. vom Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes, dem Umweltbundesamt und verschiedenen Kommunen und Organisationen als willkommener Inspirateur angefragt.

Jürgen Resch, Geschäftsführer Deutsche Umwelthilfe

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Jürgen Reschs Vortrag „Saubere Luft für München“ als Pdf

Von 1983 bis 1986 baute Jürgen Resch parallel zum Studium der Verwaltungswissenschaften an der Universität Konstanz beim Bund für Umwelt- und Naturschutz e.V. (BUND) die Kampagnenabteilung auf und war Persönlicher Referent des damaligen Bundesvorsitzenden Prof. Dr. Gerhard Thielcke. 1986 kam er als Assistent des damaligen Bundesvorsitzenden Helmut Ruland zur Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH), wurde ein Jahr später Geschäftsführer und leitet seit 1988 bis heute als einer von zwei Bundesgeschäftsführern den Verein.

Neben der Einführung einer funktionierende Kreislaufwirtschaft möglichst ohne Abfälle und mit Mehrwegflaschen-System, setzte sich Resch in den 80er Jahren auch für den Schutz und die Entwicklung unserer Gewässer zu lebendigen Seen und Flüssen ein.

Ein weiterer und wichtiger Erfolge ist die Durchsetzung einer wirkungsvollen Luftreinhaltepolitik:
Seit 2005 kämpft die DUH für Die Einrichtung von wirksamen Umweltzonen und hat bis heute alle damit verbundenen Gerichtsverfahren gewonnen. Der Grundsatzentscheid des Europäischen Gerichtshofes von 2008 bestätigt das für alle EU-Bürger einklagbare „Recht auf saubere Luft“.

Jürgen Resch trägt maßgeblich zur lückenlosen Aufdeckung des Diesel-Abgasskandals in Deutschland und der Einhaltung geltender EU-Grenzwerte für Diesel-Pkw bei.
Nachdem die Autoindustrie über viele Jahre hinweg das neben Dieselruß zweite Abgasgift NOx in gesetzwidrig hohen Konzentrationen emittiert, startete Resch Ende 2015 die Kampagne „Diesel-Abgase töten“. Vier Monate nach Start der Kampagne sind bereits acht Automobilhersteller damit überführt, dass ihre aktuell verkauften Diesel-Pkw bis zu 25-mal höhere NOx Mengen ausstoßen als erlaubt.

Außerdem engagiert sich Resch seit vielen Jahren international für den Erhalt der Biodiversität. Die beiden UNESCO Welterbestätten St. Lucia in Südafrika und das Okavango Delta in Botswana gehen auf seine Initiative bzw. Unterstützung mit zurück.
Jürgen Resch ist Mitbegründer der Stiftung Euronatur, des Global Nature Fund und der Bodensee-Stiftung. Zudem ist er Gründungsstifter der europäischen Expertenplattform für Mehrwegschutz und Recycling ‚Reloop‘, Vorstand der Tropenwaldstiftung OroVerde und Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Initiative Mehrweg.

Konstantin Schütze, OK LAB München

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Konstantin Schütze ist 18 Jahre alt und studiert gerade im 3. Semester Bioinformatik. Er beteiligte sich länger aktiv bei „München Transparent“, einer Plattform für eine transparente Stadtpolitik, mithilfe dessen Bürgerinnen und Bürger Dokumente aus dem „parlamentarischen Alltag“ des Stadtrats und der Bezirksausschüsse einsehen können. Im Moment arbeitet er gerade zusammen mit dem Initiator Tobias Hößl an „Meine Stadt Transparent“, dem künftigen Nachfolger zu „München Transparent“. Konstantins Hauptmotivation war damals und ist immer noch, dass politische Informationen für jeden zugänglich gemacht werden. Deshalb ist er auch einer der Hauptautoren von Oparl, einer Initiative für die Standardisierung des offenen Zugriffs auf parlamentarische Informationssysteme in Deutschland.

Karim Tarraf, Geschäftsführer Hawa Dawa

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Karim Tarraf ist Geschäftsführer und Mitgründer von Hawa Dawa: ein junges Unternehmen mit der Mission Luftqualitätsdaten in Alltagsentscheidungen zu integrieren, um dadurch die Weichen für eine grüne und  nachhaltige Zukunft zu stellen. Bevor er nach München gezogen ist, arbeitete er für mehrere Jahre in Frankfurt am Main am FS-UNEP Collaborating Centre for Sustainable Energy Finance im internationalen Projektmanagement für Entwicklungsfinanzierung und Klimaschutz. Dort betreute er mehrere Programme und arbeitete als Finanzexperte unter anderem in Marokko, Ägypten und den Philippinen. Getrieben von dem Wunsch, sein eigenes Unternehmen aufzubauen, um an dringlichen Umweltproblemen proaktiv mit anzupacken, entschloss er sich, nach München zu ziehen, um an der Technischen Universität München den Master in „Technology Oriented Management“ mit Fokus auf Entrepreneurship und Energietechnik zu absolvieren. Im Rahmen eines Hackathons entstand schließlich die Idee von Hawa Dawa, die sich heute in ein erfolgreiches Technologie-Startup entwickelt hat.

Dr. Werner Zittel, Vorstand Ludwig-Bölkow-Stiftung

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Werner Zittels Vortrag „NO2-Schadstoffmessungen in München“ als Pdf

Name: Dr. Werner Zittel
Geburtstag: 28. Mai 1955
Geburtsort: München
Familienstand: verheiratet

  • Physikstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.
  • Promotionsstipendium am Max-Planck-Institut für Quantenoptik, Garching und Promotion 1986 an der Technischen Universität Darmstadt mit einer Arbeit zur Veränderung der Energieniveaus von Festkörpern unter hohem Druck.
  • Von 1987-1989 Tätigkeiten in der Forschung am Institut für Technische Thermodynamik der DFVLR (heute DLR) in Stuttgart und dem Fraunhofer Institut für Festkörpertechnologie
  • seit 1989 Mitarbeiter der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH (LBST) in Ottobrunn
  • seit 2004 Gründungs- und Vorstandsmitglied von ASPO-Deutschland (Association for the Study of Peak Oil and Gas)
  • seit 2011 ehrenamtlicher Vorstand der Ludwig-Bölkow-Stiftung, Ottobrunn.

Arbeitsschwerpunkte:

  • Analysen und Szenarien zur Verfügbarkeit fossiler Energieträger
  • Analysen und Szenarien zur Entwicklung des Energieverbrauchs im Verkehr
  • Mitarbeit an mehreren Studien zum Fracking im Auftrag des Europäischen Parlaments, der Europäischen Kommission, von ASPO Deutschland und im Rahmen der Diskussionen um eine geplante Fördervorhangen in Ungarn

Außerdem hat Dr. Werner Zittel hat bereits zahlreiche Bücher verfasst, unter anderem zu den Themen Erdöl und postfossiles Zeitalter.